Wichtige Neuerungen der VDE-Normen

Wann muss Überspannungsschutz installiert werden?

In dieser Norm wird beschrieben, dass Überspannungsschutz installiert sein muss, wenn die Folgen von Überspannungen Auswirkungen nehmen auf:

  • Leib und Leben; z.B. Sicherheitsanalagen, OP-Räume und andere medizinische Gewerke
  • Öffentliche Dienste, Museen usw.
  • Banken, Hotels und weitere Gewerbe/Industriezweige
  • Personenansammlungen; z.B. Schulen, Parkhäuser, Büros, Kaufhäuser usw.

Neu hinzugekommen ist der Schutz von Einzelpersonen, die sich in Wohngebäuden, kleineren Büros usw. aufhalten, in denen Endgeräte an einer elektrischen Installation betrieben werden. Das können Fernseher, Faxgeräte, Computer, Waschmaschinen, Werkzeugmaschinen oder andere elektrische Verbraucher sein. Somit besteht praktisch in jedem Gebäude die Pflicht, einen professionellen Überspannungsschutz zu installieren!

Welcher Typ ist der richtige?

Nicht nur bei Gebäuden mit einem äußeren Blitzschutzsystem müssen Surge Protection Devices (SPDs) Typ1 installiert werden: In Deutschland wird zusätzlich der Blitzeinschlag in den letzten Mast bei Freileitungseinspeisung mit betrachtet. Auch hier sind SPDs Typ 1 möglichst nahe am Einspeisepunkt gefordert.

Anmerkung: Bei der Versorgung über Freileitungen wird nicht unterschieden, ob die Anbindung über Erdkabel oder als Dachanschluss erfolgt.

Handelt es sich um ein Gebäude, für das weder ein äußeres Blitzschutzsystem noch eine Freileitungseinspeisung berücksichtigt werden muss, sind SPDs Typ 2 mindestens zentral in der Hauptverteilung zu installieren. Auch hier wurden die Anforderungen an die Leistungsparameter deutlich verschärft.

Befinden sich in dem Gebäude weitere Unterverteilungen, wird auch dort der Einsatz von Typ 2 Schutzgeräten empfohlen, wenn die elektrische Leitungslänge zwischen Haupt- und Unterverteilung mehr als 10m beträgt. Die gleiche Schutzwirkung gilt für Leitungslängen zwischen den Unterverteilungen und den Endgeräten. Sollten 10m überschritten werden, wird ein SPD Typ 3 direkt am Endgerät erforderlich.

Einer für alle

Raycap bietet speziell für diese Anwendungsfälle abgestimmte Schutzgeräte, die die Auswahl und Installation der Schutzgeräte erheblich vereinfachen. Durch die Hybridtechnologie der Raycap ProTec-Produktfamilie ist selbst die Nachrüstung in Bestandsanlagen z.B. bei Erweiterung der Zähleranlage ein Kinderspiel, denn die Zusammenarbeit zu bereits installierten SPDs ist sichergestellt. Unabhängig von einem äußeren Blitzschutzsystem, Freileitungseinspeisung oder weiteren baulichen Gegebenheiten ist ProTec ZP T1HS für alle Fälle die erste Wahl und wird direkt im unteren Anschlussbereich des Zählerplatzes auf das vorhandene Stromschienensystem installiert. Die vollautomatische Zustandsanzeige zeigt die Betriebsbereitschaft selbst bei ausgeschalteter Anlage an. Der Status des Gerätes kann zudem in ein Gebäudemanagementsystem ohne weitere Zusatzgeräte eingebunden werden.

Anmerkung: Der Überspannungsschutz für IT-Anlagen (Telefon/Modem, Antennentechnik etc.) wird in diesen beiden Normen nicht gefordert, aber dringend empfohlen.