Garching, 17. Juni 2026 – Mit dem schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge steigen die Anforderungen an Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und den Schutz elektronischer Systeme. Insbesondere bei Schnellladeanwendungen für Elektro-Pkw sowie bei Ladelösungen für E-Busse und E-Lkw müssen transiente Überspannungen durch direkte oder indirekte Blitzeinschläge bereits auf Systemebene berücksichtigt werden.
Auf der Smarter E Europe 2026 (23. – 25. Juni, München, Halle B4, Stand 580) präsentiert Raycap die ProTec T2 DCGU-Serie – steckbare Mehrpol-Überspannungsschutzgeräte (SPDs) für DC-Ladeinfrastruktur gemäß IEC 61851-23.
DC-Überspannungsschutz gemäß IEC 61851-23 und prEN IEC 61851-23-3
In Ladeszenarien auf Basis von Combined Charging System (CCS) und Megawatt Charging System (MCS) können Überspannungen sowohl auf der AC-Seite als auch auf der DC-Seite der Ladeinfrastruktur auftreten und dabei empfindliche Leistungselektronik sowie das Fahrzeug beeinträchtigen. Die ProTec T2 DCGU 3Y ist für den Einsatz am DC-Ausgang konzipiert und stellt den gemäß IEC 61851-23 geforderten Schutzpegel (≤ 2,5 kV) bereit. Dies unterstützt die Betriebssicherheit von DC-Schnellladesystemen.
Schutz von Ladegerät und Fahrzeug
Der Ableiter schützt den DC-Wandler sowie die Fahrzeugseite und deckt typische DC-Topologien über die Schutzpfade (+)-PE, (–)-PE und (+)-(–) ab. Das Gerät ist gemäß IEC 61643-41:2025 entwickelt und als DC-SPD auch nach UL 1449, 5th Edition zertifiziert. Damit erfüllt es die Anforderungen moderner EV-Ladeinfrastruktur hinsichtlich kontinuierlicher Betriebsspannung und transienter Überspannungsbelastung. Zusätzlich können weitere Raycap-SPDs in das System integriert werden, um empfindliche Komponenten wie Mess- und Abrechnungssysteme, Zahlungsterminals und Displays besonders zu schützen.
Zwei Spannungsvarianten für CCS und MCS
Die ProTec T2 DCGU-Serie ist in zwei Varianten verfügbar: bis 1000 V DC für CCS-Anwendungen und bis 1500 V DC für MCS-Anwendungen. Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen –40 °C und +85 °C, und die zulässige Einsatzhöhe beträgt bis zu 3000 m.
Integration in DC-Ladesysteme
Der ProTec T2 DCGU 3Y ist für eine DC-Kurzschlussfestigkeit bis 100 kA ISCCR ausgelegt, ist leckstromfrei und optional mit einem Fernmeldekontakt zur Statusüberwachung erhältlich. Das Gerät ist steckbar aufgebaut, wird auf eine 35-mm-Hutschiene (EN 60715) aufgerastet und benötigt nur 3 TE. Das Gehäuse entspricht IP20 und besteht aus schwer entflammbarem Thermoplast. Für Servicefälle stehen steckbare Ersatzmodule zur Verfügung.
Schutz vom Netz bis zum Fahrzeug
In modernen Ladeinfrastrukturen erweitert Raycap das Schutzkonzept von der AC-Einspeisung über die Leistungseinheit bis hin zur DC-Ladeausgabe. Für exponierte Installationsbereiche stehen Typ-1-Lösungen der Strikesorb-Serie zur Verfügung. Damit lässt sich ein durchgängiges Schutzkonzept für EV-Ladeinfrastruktur realisieren, das sowohl die IEC 61643-41 als auch die IEC 61851-23 erfüllt und gemäß UL 1449 5th Edition geprüft ist. Das kompakte Design ermöglicht eine einfache Installation sowie einen effizienten Service und reduziert Stillstandszeiten in Ladeinfrastrukturen.
Raycap auf der Smarter E Europe 2026
Raycap ist auf der Smarter E Europe 2026 in Halle B4, Stand 580, vertreten und präsentiert sein Portfolio für Überspannungsschutz in den Bereichen Energieverteilung, Photovoltaik und Elektromobilität mit Fokus auf DC-Anwendungen und Ladeinfrastruktur.


