Überspannungsschutz für die öffentliche und kommerzielle DC-Ladeinfrastruktur gemäß IEC 61851-23

Garching, 09. Dezember 2025 – Raycap erweitert sein Produktportfolio um den ProTec T2 DCGU 3Y, ein steckbares Mehrpol-Überspannungsschutzgerät (SPD) für die DC-Ladeinfrastruktur. Das neue Gerät schützt leistungsstarke Schnelllade-Anwendungen – den DC-Wandler sowie das angeschlossene Elektrofahrzeug – gegen leitungsgebundene oder induzierte Überspannungen. Der ProTec T2 DCGU ist in zwei Varianten erhältlich: eine für Ladeanwendungen für E-Autos und eine für größere Fahrzeuge wie E-Busse und E-LKWs. 

Umfassender Schutz gemäß IEC 61851-23

Der Zustand am Ladepunkt entscheidet über Verfügbarkeit und Sicherheit – und damit über eine reibungslose Elektromobilität. In Combined Charging System (CCS)- oder Megawatt Charging System (MCS)-Ladeszenarien können Überspannungen durch direkte oder indirekte Blitzeinschläge entstehen.

Um einen zuverlässigen Schutz der Elektrofahrzeuge zu gewährleisten, wurde der ProTec T2 DCGU 3Y speziell für den Einsatz am Übergabepunkt entwickelt. Er stellt den nach IEC 61851-23 geforderten Schutzpegel (≤ 2,5 kV Schutzpegel am DC-Ausgang) sicher und sorgt so für maximale Betriebssicherheit.

Direkter Schutz für Ladeinfrastruktur und Fahrzeug
Der ProTec T2 DCGU 3Y schützt den DC-Wandler und das angeschlossene Fahrzeug und deckt typische DC-Topologien mit seinen Schutzpfaden (+)-PE/G, (–)-PE/G und (+)-(–) ab. Entwickelt gemäß IEC 61643-41:2025 und UL-zertifiziert als DC-SPD nach UL 1449, 5. Edition, erfüllt er die DC-spezifischen Anforderungen von EV-Ladestationen gemäß IEC 61851-23, einschließlich der höheren elektrischen Belastung durch kontinuierliche Betriebsspannung und transiente Überspannungen. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration in internationale Zulassungsumgebungen für EV-Ladegeräte. Zusätzliche Raycap-SPDs können ebenfalls in das elektrische System integriert werden, um andere sensible Elektronik wie Mess-/Abrechnungssysteme, Kartenterminals und Displays zu schützen.

Zwei Varianten für verschiedene Szenarien

Der ProTec T2 DCGU ist als 1000V und als 1500V-Variante verfügbar, um sowohl CCS-Szenarien mit Dauerspannung bis maximal 1000 V, als auch MCS-Szenarien mit Dauerspannung bis maximal 1500 V abzudecken. Der Temperaturbereich, in dem die Produkte eingesetzt werden können, liegt bei –40 °C bis +85 °C und die zulässige Einsatzhöhe beträgt abhängig von der eingesetzten Variante bis 2000 m bzw. 3000 m.

Einfache Montage und Integration in Ladestationen

Für die Integration in Ladegeräte ist der ProTec T2 DCGU für eine hohe DC-Kurzschlussfestigkeit von bis zu 100kA ISCCR entwickelt und getestet. Der Ableiter ist leckstromfrei und optional mit Fernmeldekontakt zur Statusauswertung verfügbar.

Der ProTec T2 DCGU 3Y ist steckbar aufgebaut. Er wird auf die 35-mm-Hutschiene (EN 60715) aufgerastet, benötigt 3 TE Platz und ist als IP20-Einbaugerät in schwer entflammbaren Thermoplast ausgeführt. Für Servicefälle sind steckbare Ersatz-Module vorgesehen.

Vom Netz bis zum Fahrzeug abgesichert

In typischen Ladenanwendungen der E-Mobilität erweitert dieser SPD das Schutzkonzept auf der DC-Seite. So schützen Raycap-Lösungen das komplette System von der AC-Einspeisung/Leistungseinheit über die DC-Verbindungsstrecken zwischen Gleichrichter und Ladepunkt. Für exponierte Positionen stehen Typ-1-Lösungen (z. B. Strikesorb) bereit; so lässt sich die Ladeinfrastruktur vom Netzeingang bis zum Fahrzeug konsistent und normgerecht absichern – mit einer Produktfamilie, die IEC 61643-41 sowie IEC 61851-23 erfüllt und nach UL 1449 5th Edition geprüft ist. Dank kompakter Bauform und steckbarem Design lässt sich der Schutz am Ladepunkt mit geringem Bauraum- und Serviceaufwand realisieren. Mit dem ProTec T2 DCGU 3Y bietet Raycap einen entscheidenden Beitrag zu einer sicheren und normgerechten Ladeinfrastruktur.